Vorstand der Bruderschaft 

 

 

1.Vorsitzender

Wolfgang Latour, Heckstr.28, 52531 Übach-Palenberg

Tel. 02451/959133

e-mail: Latour@Cornelius-Grotenrath.de 

 

 

1.Schriftführer

Bernd Otermans, Gillrather Str.45, 52511 Geilenkirchen

Tel. 02451/5094

e-mail: B.Otermans@Cornelius-Grotenrath.de

 

 

 

 

 

1. Kassierer

Stephan Heinen, Corneliusstr.176, 52511 Geilenkirchen

Tel. 04251/911085

Heinen-Stepahn@gmx.de

 

 

 

 

1. Schießmeister

Eberhard Ruetten, Kreuzsstr.5, 52499 Baesweiler 

Tel. 0170/2298587 

e-mail: Ruetten@werhahn.de

 

1. Jugendwart

Dennis Otermans, Gillrather Str.45, 52511 Geilenkirchen

Tel. 0160/7665943

Dennis.Otermans@icloud.com

 

 

 

General

Hermann Speel, Küfenweg 8, 52511 Geilenkirchen

 

Tel. 02451/68405

 

Pressewart

Peter Loch, Corneliusstr.126, 52511 Geilenkirchen

Tel. 02451/5216

 

e-mail: pe.loch@gmx.de

 

 

 

 

 

 

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Listei der Könige

 

 

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Prinzen und Schülerprinzen

 

 

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Satzung
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Gründungsgeschichte der St.Cornelius Schützenbruderschaft 

 

 

Der Schießsport, der um die Jahrhundertwende in Grotenrath schon in voller Blüte stand, und um dessen Meisterschaft auch schon damals gerungen wurde, hat auch wohl den Herrn Josef Latour dazu veranlasst, in seiner Wiese einen Schützenrechen aufzustellen, und seine Freunde an einem Sonntag im Februar 1904 zu einem kleinen Wettschießen einzuladen.

Nach der mündlichen Oberlieferung des am 13. Februar 1959 verstorbenen Herrn Reiner Rongen fanden sich zum besagten Schießen folgende Schützen ein Josef Latour, Gerhard Boltum, Hubert Meyer und Reiner Rongen. Hart wurde um die Meisterwürde gekämpft. Bis Gerhard Boltum, dem das Schießen wohl die meiste Freude machte, auf den Gedanken kam, in Grotenrath, wie auch schon in anderen Orten, eine Schützenbruderschaft zu gründen. Die Schießfreunde stimmten diesem Vorschlag zu, und man einigte sich auf eine Gründungsversammlung am folgenden Sonntag in der Gaststätte Meessen (heute Gouders). In dieser Versammlung wurde der Vorschlag der Freunde mit Begeisterung aufgenommen. Der neugegründeten Bruderschaft schlossen sich folgende Schützen an Josef Latour, Gerhard Boltum, Hubert Meyer Reiner Rongen, Josef Rongen, Arnold de Gavarelli, Arnold Niessen, Egidius Niessen, Jakob Offermanns, Gerhard Fliegen, Matthias Tillmanns.

 

Der Vorstand der Vereins bildete sich wie folgt Als erster Vorsitzender wurde Josef Latour gewählt. Josef Rongen wurde Schriftführer, und Reiner Rongen wurde Kassierer. Hubert Meyer wurde zum Hauptmann gewählt.

 

Statuten wurden aufgestellt. Leider sind diese alten Unterlagen abhanden gekommen.

Bekannt ist noch, dass die Schützenbruderschaft sich das Ziel setzte, Träger der kulturellen Veranstaltungen des Dorfes zu werden.

 

Das Aufnahmealter betrug 18 Jahre. Ein Mitgliedsbeitrag wurde beschlossen, und das Königsgeld wurde festgesetzt. Auch wurde der Mindestpreis der Königsplatte beschlossen. Dieser durfte den Betrag von 25,—Mark nicht unterschreiten. Da an eine Uniform noch nicht gedacht werden konnte, wurden grün‑weiße Schleifen angeschafft, die zu den Aufzügen getragen wurden.

 

Die erste Königswürde errang der Schützenbruder Jakob Offermann. Das erste auswärtige Fest wurde im Jahre 1905 in Frelenberg besucht. Ob zu diesem Fest auch schon die Fahne mitgeführt wurde, die der Schützenbruder de Gavarelli von der Übacher Bruderschaft für die jungen Schützenbrüder in Grotenrath zum Geschenk erhalten hatte, ist nicht bekannt. Diese alte Fahne zeigte in der Mitte eine Schießscheibe mit zwei gekreuzten Gewehren. Leider ging sie während der Evakuierung verloren. Zu dieser alten Fahne wurde eine neue angeschafft, auf der das Bild des Schutzheiligen der Schützenbruderschaft, des hl. Cornelius, zu sehen ist.

 

Wie rege diese junge Schützenbruderschaft war, sieht man daran, dass sie es sogar fertig brachte, sich ein eigenes Zelt von 200 qm Größe anfertigen zu lassen. Leider ist dieses schöne Zelt in einem Unwetter auf einem Fest in Waubach zusammengebrochen.

 

Der Weltkrieg 1914/18 schlug der noch jungen Bruderschaft tiefe Wunden doch das alte Vereinsleben glühte noch immer in den Herzen der heimgekehrten Krieger. Schnell wurden die Degen und sonstiges Vereinsmaterial, das matt während des Krieges sicherheitshalber bei einem befreundeten Geschäftsmann in Waubach (Holland) versteckt gehalten hatte, zurückgeholt. Schnell blühte der Verein wieder neu auf, und als dann noch durch die belgischen Besatzungsstreitkräfte die Luftbüchse eingezogen wurde, wurde der Königsvogel eben mit Steinen von der Stange geworfen. Dieser Steinwurfkönig war Johann Latour im Jahre 1919. In den Jahren 1922 bis 1925 fand auch der erste Fackelzug zum St.‑Martins‑Fest in Grotenrath statt, ein Verdienst der Schützen.

 

Jetzt muss aber erwähnt werden, dass der Tambour Heinrich de Gavarelli und der Flötist Matthias Heinen der Bruderschaft als Musikanten vorauszogen. Matthias Heinen wurde später von Willi Hansen abgelöst. Diese beiden Heinrich de Gavarelli und Willi Hansen, gründeten im Jahre 1921 das Trommlerkorps. Dem Trommlerkorps traten auf der Gründungsversammlung bei Heinrich de Gavarelli, Willi Hansen, Hubert Lemmens, Heinrich Mingers, Hubert Rütten, Johann Starmanns, Gottfried Keller, Josef Heinen, Theo Pall, Ludwig Jansen, Martin Jansen, Wilhelm Peters, Peter Mingers, Franz de Gavarelli, Wilhelm Lemmens, Josef Latour, Josef Peters, Arnold Resch, Gerhard Latour, Josef Meyer. Die ersten Proben fanden bei Josef Meessen in der Werkstatt statt. Das erste Auftreten war in Verbindung mit einer Theateraufführung im Saale Eigelshoven.

 

Beide Vereine, die Schützenbruderschaft und das Trommlerkorps, haben seit Bestehen immer eng miteinander gearbeitet. So wurde auf einer gemeinsamen Versammlung im Jahre 1925 beschlossen, in Zukunft die Kirmessen zusammen zu feiern. Das ist bis auf den heutigen Tag mit gutem Erfolg beibehalten worden.

 

Es kann noch erwähnt werden, dass in der nationalsozialistischen Zeit das Bruderschaftsleben stark eingeengt wurde und in den Kriegsjahren 1939 bis 1945, in denen viele junge Männer eingezogen waren, fast zum Erliegen kam. Durch die Evakuierung im Jahre 1944 sind viele Ausrüstungsgegenstände verloren gegangen. Nach dem Kriege lebte der alte Vereinsgeist schnell wieder auf. Im Jahre 1952 veranstaltete das Trommlerkorps zusammen mit der Schützenbruderschaft ein internationales Kameradschaftstreffen der Spielmannszüge, und im Jahre 1954 konnte das 50jährige Schützenjubiläum gefeiert werden. Nach diesem Fest wurden für die Schützenbruderschaft neue Uniformen angeschafft. Wenn auch die St.‑Cornelius‑Schützenbruderschaft klein ist, so weist sie doch auf eine über 50jährige Tradition hin und verwaltet das Erbe derjenigen, die sie gegründet haben, getreu dem Wahlspruche "Für Glaube, Sitte und Heimat"!

 

Leo Rongen 1959